Draggi und die Delphine

Jeder kennt Draggi, der Oberste aller Drachen im ganzen Land. Sein Ruf, seiner großzügigen Hilfsbereitschaft eilt ihm voraus. Er wird hoch geachtet und sehr geschätzt. Einer jedoch will ihm schaden und trachtet ihm nach dem Leben.

Draggi überlegt, wie er ihn, er heißt Drogo, eines anderen besinnen kann. Er gibt die Hoffnung und den Glauben, an das Gute in jedem nicht auf.  Immer, wenn Draggi irgendetwas beschäftigt, macht er sich auf den Weg um zur Ruhe zu kommen, so auch dieses Mal.
Er verabschiedet sich von den anderen und war weg. Seine Freunde kannten ihn gut genug, dass sie ihn nie fragten und ihn ziehen ließen. Wenn er ihre Hilfe brauchte, würde er sie schon rufen.

Er war schon lange unterwegs. Er hörte in sich auf einmal eine Stimme die ihm riet, er solle sich doch etwas an dem großen See, der vor ihm zu sehen war, ausruhen. Draggi hörte immer auf diese Stimme und sie hat ihm schon immer geholfen. Er suchte sich einen großen Platz aus und machte es sich bequem.

Er brauchte viel Zeit um eine Lösung zu finden. Drogo ist ein verwunschener Drache. Er wurde von Draggi vor sehr langer Zeit des Landes verwiesen, weil er einem Drachenbaby nicht geholfen hat zu überleben. Dieses Drachenbaby war sein erstes Kind und die Mutter ist aus Kummer daran gestorben. Das hat Draggi ihm nie verziehen und ihn weggeschickt.

Es vergingen viele Jahre bis sich Drogo bei ihm meldete und ihm drohte ihn zu töten. Doch wann dieses sein würde, hat er nicht gesagt. Doch die letzte Zeit zeigte sich Drogo immer öfter in der nahen Umgebung und zwar so, dass er ihn auch erkennen konnte und verschwand wieder. Seinen Freunden sagte er von alledem nichts, er wollte sie nicht beunruhigen. Er sann über allesd as nach, während er an diesem ruhigen See lag. Er wusste für sich keinen Rat, wie er sich selbst helfen konnte um sich von Drogo zu befreien.

Während er überlegte schlief er ein. Er träumte von seiner Frau und diesem wunderschönen Baby. Alle waren stolz und es wurde tagelang gefeiert, bis das Baby sich neugierig entfernte und einen sehr gefährlichen Abhang runter fiel. Seine Frau suchte nach ihm, weil sie es vermisste und fand es hilflos unterhalb des Abgrundes liegen. Sie rief Draggi und Drogo sahen sie unten bei dem Baby wie er auf dieses einschlug und schrie, „du hast mir meine große Liebe weggenommen, jetzt nehme ich dich meiner großen Liebe weg“, und schlug wie von Sinnen auf dieses wehrlose Etwas ein. Draggi ließ sich abseilen bis er unten angekommen war und riss Drogo von seinem Baby weg. Er beatmete es und versuchte alles, sein Baby zum Leben zu erwecken, doch leider vergebens. Es war schon tot. Draggi sprach seine Frau drauf an, warum Drogo sie als seine große Liebe bezeichnete. Seine Frau gestand ihm, dass er ständig hinter ihr her gewesen und sie bedrängt hätte. Doch sie hätte sich niemals mit ihm eingelassen sondern immer zu ihm, Draggi, gestanden. Seine Frau konnte es nicht verkraften und wurde sehr krank darüber und starb daran.

Draggi kostete das alles sehr viel Kraft. Das einzige was ihn aufrecht hielt war seine Frau. Er gab die Hoffnung nicht auf, dass sie doch eines Tages zum Leben erwachte. Ein alter weißer Mann prophezeite ihm, dass sie wieder zu kommen würde. Jedoch erst dann, wenn er Drogo verziehen habe. Wie sollte er jemals Drogo verzeihen. Er hat ihm alles was ihm lieb war genommen. Wenn ich das nur könnte, dachte er darüber nach. Er hatte es schon oft vor sicher her gesagt, dass er Drogo verzeiht, doch nichts geschah. Da sagte der alte weiße Mann zu ihm, als er ihm dies erzählte: Draggi, das Verzeihen muss aus deinem tiefsten Herzen kommen. Du musst ihm von Herzen verzeihen. Erst wenn du das kannst, verzeihst du ihm wirklich.

Er sann sehr traurig vor sich hin: Ich helfe doch wo immer ich kann. Wieso hilft mir denn keiner. Es gibt doch jemand, der mir helfen kann, wer ist das denn. Sein Blick fiel auf den ruhigen See der silbrig glänzte. Wieso sitze ich denn hier so alleine herum und warte auf etwas, dachte er enttäuscht. Was sollte er denn noch glauben. Er hatte auf einmal gar keine Lust mehr zu leben. Was machte er denn noch hier, es ist doch nur alles vergebens und seine Augen füllten sich mit Tränen, denen er freien Lauf ließ. Er konnte sich gar nicht mehr beruhigen bis er von einem lauten „hallo großer Draggi“ hochschreckte.

Es war Drogo. Draggi schaute ihn gleichgültig an und meinte lustlos zu ihm gewandt: „Bring mich doch um, ist mir jetzt auch egal, du tust mir damit sogar einen großen Gefallen, dann brauche ich es selbst nicht zu tun“, stellte sich diesem gegenüber hin, schloss seine Augen und wartete drauf, dass dieser ihn ins Jenseits beförderte. Er hörte nur die Stille um sie herum und öffnete seine Augen und sah in die von Drogo. „Wieso soll ich dich umbringen, und dir damit noch einen Gefallen tun. Tu es doch selber“, entgegnete dieser ersichtlich gefrustet. Draggi setzte sich wieder hin und meinte: „Du wolltest mich doch schon so lange töten, wieso jetzt nicht“. Drogo nahm neben Draggi Platz und schaute ihn mit anderen Augen an.

„Ich will nicht mehr. Ich meine, ich trachte dir nicht mehr nach dem Leben. Ich weiß erst jetzt, wie sehr ich dir und deiner Frau wehgetan habe. Ich bin hier um mich bei dir zu entschuldigen“, sagte er sehr verlegen. „Drogo, wie soll ich das verstehen? Du hast doch die letzte Zeit durch dein Erscheinen mir zu verstehen gegeben, dass du es jetzt wahr machen willst, was du mir vor vielen Jahren angekündigt hast. Allein dein ganzes Verhalten, ließ mich darauf schließen“, endete Draggi. „Ich habe dir immer nur zu gewunken, weil ich mit dir sprechen wollte. Tut mir leid, wenn du es missverstanden hast.

Weißt du Draggi, mir erging es ähnlich wie dir. Ich hatte auch mit einer Frau ein Baby. Und dieses Baby wurde von Barbaren zu Tode geprügelt. Auch meine Frau ist aus Kummer daran gestorben. Ich war rasend vor Wut, genau wie du damals. Erst da habe ich begriffen, wie du und deine Frau gelitten haben musstet als euer Baby, und zwar durch meine Hände, gestorben ist. Ich mache mir seit dem nur Vorwürfe und wollte auch mein Dasein beenden. Doch zuvor wollte ich dich um Verzeihung bitten, damit ich meine Ruhe finden kann. Du sollst wissen, dass ich dich heute verstehen kann und du mich zu Recht des Landes verwiesen hast. Draggi, meinst du, du kannst mir jemals verzeihen, was ich dir angetan habe“, sagte er mit gepresster Stimme und schaute sein Gegenüber wie ein Bittsteller an.

Draggi schaute Drogo mit weichen und glänzenden Augen an, ihm rannen die Tränen runter als er mit ganz ruhiger Stimme sagte: „Drogo, ich verzeihe dir. Damals tat es sehr weh, auch heute noch, während ich hier über alles nachdachte. Ich bin froh, dass du gekommen bist. Ich denke, wir sollten uns beiden verzeihen und den Frieden in unsere Herzen wieder einkehren lassen. Um eines bitte ich dich noch Drogo:

Lass uns zusammen unsere Versöhnung feiern und komm wieder zurück zu uns. Denn nun haben wir beide die Stärke gefunden, die wir die letzte Zeit nur für unseren Hass gebraucht haben. Nun nehmen wir diese Kraft und Stärke, um die Liebe und das Vertrauen in unser Land bringen zu können. Denn die letzte Zeit ist alles etwas in Unordnung geraten und jeder ist unzufrieden. Würdest du uns dabei helfen alles wieder in Ordnung zu bringen?“.

„Draggi, meinst du das wirklich ehrlich, dass ich zu euch kommen soll? Es wäre mir eine Ehre mit dir zusammen etwas Sinnvolles zu tun. Etwas gut zu machen. Anderen Menschen zu helfen, ja, das würde ich sehr gerne mit dir gemeinsam tun“ sagte er seinen Gedanken nachhängend. Draggi war gerührt und konnte nicht anders, er klammerte sich an Drogo, dieser war ersichtlich berührt und tat dasselbe.

Beiden standen die Tränen in den Augen als sie ein Geräusch auseinander riss. Sie schauten auf den See, woher das Geräusch kam, und entdeckten mehrere Delphine die glänzten als seien sie aus Gold und Silber zugleich. Beide wischten sich die Tränen vom Gesicht um besser zu sehen, was da auf sie zukam. Sie schauten sich beide etwas fragwürdig an, als beide wie aus einem Munde sagten: „das sind ja vier Delphine. Oh, sind die schön“. Sie gingen näher an das Wasser heran wo sich die vier Delphine kräftig schüttelten und vom Wasser heraus sich bewegten.

Zwei Delphine näherten sich Draggi und die anderen zwei Drogo. Im gleichen Moment stand wie aus dem Erdboden gezaubert der alte weiße Mann und sagte freundlich lächelnd zu Draggi und Drogo: „Ihr habt euch von Herzen verziehen. Als Lohn dafür erhaltet ihr das Wertvollste was ihr je gehabt habt wieder zurück“. Es gab ein sehr großer goldener Lichtschein und aus den Delphinen wurden die Frauen und Kinder von draggi und drogo.Beide freuten sich, nahmen ihre Frauen und ihre Kinder herzlichst in ihre Pranken und waren überglücklich über soviel Glück und liebe, die ihnen der weiße Mann gegeben hat.

Draggi und Drogo waren seit dieser Zeit unzertrennliche Freunde geworden und zweifelten nie wieder an den Worten des alten weißen Mannes.

©Elvira Herzog

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Draggi und die Puppenmacherin

Draggi ist wie so oft, mal wieder auf Achse. Er hat sich vorgenommen einen guten Freund zu besuchen, den er lange nicht mehr gesehen hat. Dieser Freund heißt Langos. Er hatte mit ihm schon sehr viel erlebt, schöne und weniger schöne Dinge. Genau das war es auch, was die beiden miteinander verband. Er summte ein Lied vor sich hin, während er den Weg an einem großen See entlang ging. Er malte sich schon aus, wie sich Langos bestimmt freute, ihn wieder zu sehen und sie beide von den guten alten Zeiten erzählten. Ja, dachte er so bei sich, es war immer sehr schön mit ihm.

Er hatte wohl noch zwei Tage vor sich, doch das scheute ihn nicht davor sein Tempo etwas zu erhöhen. Er sah es schon vor sich, wie sich beide umschlangen mit ihren riesigen Pranken. Er lächelte vor sich hin und summte weiter das Lied. Ach ja, und wie er sich freute, er konnte es noch gar nicht fassen, dass er sich die Zeit nahm ihn zu sehen. Er war so damit beschäftigt, dass er gar nicht wahrnahm, dass da irgendeine piepsige Stimme rief. Erst als sich etwas vor seinen Weg stellte, mit dem er fast zusammen geprallt wäre, bemerkte er es.

„Was und wer bist du denn, und was machst du hier“, kam es verwundert aus ihm krächzend heraus. „Du fragst sehr viel auf einmal. Sag mir erst wer du bist, vor dir könnte man ja richtig Angst bekommen“ gab sie forschend zur Antwort. „Ich bin Draggi. Ich bin ein menschenfreundlicher Drache, der keinem von euch wehtun kann. Außerdem bin ich auf dem Weg zu einem guten Freund“ fuhr er liebenswürdig fort. „Ach so, du bist also der so berühmte Draggi, ich habe schon sehr viel Gutes über dich gehört. Ich bin die Puppenmacherin Kira. Auch ich bin unterwegs zu einer guten Freundin, welche ich sehr lange nicht mehr gesehen habe. Doch der Weg ist noch sehr weit. Welche Richtung gehst denn du, Draggi“, schaute sie ihn neugierig an.

„Ich muss Richtung Süden. In zwei Tagen müsste ich dort sein, in Kamira“, endete er weise. „Das passt ja prima, hättest du etwas dagegen, wenn ich dir Gesellschaft leiste und ich mich dir anschließe? Ich muss auch nach Kamira. Das ist ja ein Zufall“ und machte eine freundliche Handbewegung. „Kira, wieso sollte ich etwas gegen solch angenehme Wegbegleiterin haben, ganz im Gegenteil. So vergeht die Zeit doch viel schneller, wenn man sich unterhalten kann“ gab er überschwänglich zurück. Kira schnappte sich ihren riesengroßen Beutel, indem sie all ihre Sachen drin hatte die sie brauchte.

Draggi machte eine große darbietende Geste, „bitte meine Dame, gehen wir unserem gemeinsamen Ziel entgegen“. Kira lachte aus voller Kehle, warf sich ihren Beutel über ihre Schultern und sich machten sich auf den Weg. „Oh, bin ich froh Draggi, dass ich den langen Weg nicht alleine gehen muss“ gab sie lachend von sich als sie sich in Bewegung setzten. „Oh, liebe Kira, ich für meine Person finde das auch sehr angenehm, in solch guter Gesellschaft zu sein“ gab er mit seiner charmanten Art zurück. Nach einigen Stunden unterhaltsamen Gehens schlug Draggi Kira vor, sich für die annähernde Nacht einen angenehmen Ruheplatz zu suchen, was Kira befürwortete. Es dauerte nicht lange und Draggi erspähte einen großen lichten Platz, der genau für sie geschaffen war. Jeder richtete sich sein Lager her. Sie waren beide sehr müde, denn solch ein langer Weg ist nicht ohne. Es kostete sie beide viel Kraft und sie schliefen daher sehr schnell ein.

Am nächsten Morgen wurde Kira durch die Sonnenstrahlen auf ihrem schön geformten Gesicht geweckt. Sie schaute nach Draggi, er war schon auf und lächelte sie frohgelaunt an. „Guten Morgen liebe Kira, hast du gut geschlafen“, „ja danke Draggi, das habe ich. In der Natur lässt es sich sehr gut ausruhen und zu neuen Kräften kommen“, gab sie ihm zur Antwort.

Sie richtete sich etwas her, verstaute ihre Decken wieder in dem Beutel, dabei holte sie sich etwas zu essen raus. Sie hatte sich solche niedlich kleine Würste mitgenommen, wovon sie Draggi eine hinhielt. „Nein, danke Kira, ich habe schon mein Frühstück hinter mir“, sagte er lachend, während er Anstalten machte, sich in Bewegung zu setzen. „Es hätte ja sein können“ lachte Kira und ging neben ihm her. „Wenn wir unser Tempo so beibehalten“, begann Draggi, „dann können wir morgen um diese Zeit an unserem Ziel sein“. Kira nickte, denn sie kaute noch auf einer kleinen Wurst herum.

„Weißt du Draggi, ich freu mich so auf meine Freundin, das gibt eine Überraschung, denn sie weiß gar nicht, dass ich komme. Weiß dein Freund, dass du kommst“, schaute sie ihn fragend von der Seite her an. „Nein, ich will ihn auch überraschen“ gab er ihr kopfschüttelnd zur Antwort. Beide lachten bei diesem Gedanken, denn jeder stellte sich wohl das jeweilige Gesicht vor, wenn sie beide an ihrem Ziel sind. Jeder der beiden hatte ein Lächeln auf dem Gesicht. Jeder hing seinen Gedanken nach bis Draggi die Ruhe unterbrach und Kira fragte „wie heißt denn deine Freundin, vielleicht kenne ich sie ja“ „Lyma, ihr Vater ist auch ein Puppenmacher, von ihm habe ich das gelernt“ antwortete sie ihm etwas gedankenverloren. „Was ist mit dir Kira, du wirkst so abwesend“ schaute er sie freundlich von der Seite an.

„Ach weißt du Draggi, ich muss dann immer an meinen Vater denken, der vor einem Jahr verstorben ist, da er sehr krank war“ und schaute ihn dabei mit ihren traurigen Augen an. „Deshalb will auch gerade jetzt zu meiner Freundin, damit ich besser über diese Zeit hinwegkomme“ erklärte sie ihm beiläufig. Draggi nickte verständnisvoll und zeigte auf eine Lichtung „komm lass uns eine kleine Rast einlegen, denn bis heute Abend ist noch lange“. Kira nickte mit Tränen in den Augen und sie gingen zu dem schönen Platz. Sie setzte sich langsam auf den mit vielen Blätter geschmückten Boden und Draggi meinte, nachdem er es sich auch bequem gemacht hatte „Sei nicht traurig Kira, auch dieser Schmerz geht vorbei. Deinem Vater geht es jetzt sicherlich besser als zuvor. Dies soll ein kleiner Trost für dich sein“ sagte er aufmunternd zu ihr. Sie nickte „ja, du hast ja Recht Draggi. Doch hin und wieder tut es schon noch weh“, schloss ihre Augen und ließ die Sonne auf ihrem Ge-sicht ruhen. Es dauerte nicht lange und sie schlief ein.

„Verschwinde und lass uns ins Ruhe“, mit diesem lauten Schrei wurde Kira wach, schreckte hoch und sah wie Draggi mit einem anderen Drachen kämpfte. „Draggi, pass auf“ schrie sie, als der andere Drache mit einem langen Gegenstand auf Draggi’s Herz zielte. Doch Draggi reagierte blitzschnell und brach diesen langen Gegenstand, der einem Speer glich, entzwei, noch bevor er sich in sein Herz eindringen konnte. Sodann bedrohte er seinen Gegner mit seiner eigenen Waffe bis dieser aufgab und um Hilfe bettelte.

Draggi fragte ihn wer er sei und nach seinem Namen. Der andere schien Draggi wohl zu erkennen, entschuldigte sich und wollte wieder verschwinden. „Du bleibst, befahl er ihm. Wer bist du, habe ich gefragt“ und verstellte ihm den Weg.

„Ich bin Carom“. „Ach, du bist das, der andere Drachen aufhetzt, uns das Leben zu erschweren? Von dir habe ich schon viel Schlechtes gehört“, gab ihm Draggi mit wütender Stimme zurück. „Wenn du damit nicht aufhörst, werde ich dich ins Reich der Wildnis verbannen und dort wirst du den Rest deines Lebens alleine verbringen. Ich sorge dafür, dass dich keiner mehr beachtet, so wahr ich Draggi, der oberste aller Drachen, bin“, und schaute Carom sehr verächtlich an. Dieser schien zu überlegen, ob Draggi es nur so dahersagt oder es wirklich ernst meint.

Er drehte sich um und bewegte sich auf Kira zu, Draggi stellte sich ihm in den Weg und drohte ihm erneut und machte eine sehr wirkungsvolle Handbewegung auf Carom zu. Dieser wich aus doch Draggi erwischte ihn derart, dass er kampfunfähig zu Boden ging. „Wolltest du mich testen, ob ich es ernst meine, mit dem was ich gesagt habe?“ schaute er ihn herausfordernd an. Carom erhob sich schwerfällig.

„Draggi, ich musste es tun. Der Boss forderte mich auf, mich mit dir anzulegen und dich zu töten. Ich wollte es nicht, bitte glaube mir. Kannst du mit bitte helfen, dass ich von diesem Bösewicht wegkomme?“ Draggi schaute ihn sehr fragwürdig an und forderte ihn auf, mehr von sich zu erzählen. „Carom, ich will die Wahrheit hören und keine Lügen. Wenn ich es will und du mir die Wahrheit sagst, dann helfe ich dir. Doch ich sage dir schon jetzt: Sei ehrlich und keine krumme Touren, ansonsten verbanne ich dich, dort findet dich auch dein Boss nicht mehr, dafür sorge ich schon“ endete er seine Verwarnung.
Carom drückte sich erst, doch dann begann er:

„Pagos, mein Boss, setzte mich unter Druck, weil ich mich in seine Tochter verliebt habe, doch er nicht einverstanden war mit mir. Er hatte für seine Tochter einen ganz anderen ausgesucht. Doch Klauria, seine Tochter, wies ihn zurück und wollte mit mir ein neues Leben beginnen. Klauria drehte ihrem Vater den Rücken zu und ging mit mir. Doch eines Nachts wurden wir überfallen und Klauria kam dabei ums Leben. Seitdem macht Pagos mir mein Leben zur Hölle, er will mich dafür büssen lassen, dass seine Tochter gestorben ist. Draggi, kannst du mir dabei helfen, von Pagos los zu kommen“ endete Carom sein Drama.

Draggi nickte und Kira tat Carom leid und tröstete ihn, indem sie ihn freundlich drückte. „Carom, wenn du willst, kannst du uns begleiten, wir sind auf dem Weg nach Kamira um unsere Freunde zu besuchen. Ist es dir Recht Kira?“, sagte Draggi und schaute sie freundlich an. „Carom kann gerne mitkommen, wenn er mag“ und lachte dabei, während sie um Carom eine fliegende Handbewegung machte.

„So Carom, ich habe dich hiermit von Pagos befreit, er wird dich nie wieder in irgendeiner Form belästigen, diese Fähigkeit habe ich von meinem Vater gelehrt bekommen“ erklärte sie ihm auf seinen fragenden Blick hin.

Sie kramte in ihrem großen Beutel herum und kam mit einer besonders leuchtend blauen Puppe in der Hand heraus. „Hier Carom, diese Puppe, ist eine ganz besondere, wenn du sie immer gut behandelst. Auch sie besitzt diese Fähigkeit, dich zu beschützen und vor dem Bösen zu bewahren. Doch merke dir, es wirkt nur, wenn du es ehrlich und aufrichtig meinst, worum du bittest, ansonsten kann es das Gegenteil bewirken.

„Ich danke euch beiden, ich nehme euer Angebot sehr gerne an“ gab Carom mit belegter Stimme zurück. „Dann wollen wir, damit wir morgen am Ziel ankommen“ meinte Draggi mit freudiger Stimme.

„Draggi, du bist zu Recht, der oberste aller Drachen“, sagte Carom mit fröhlicher und gleichzeitigem Stolz in seiner Stimme. „Danke Carom“ kam es von seiner Seite zurück. Als es anfing dunkel zu werden, suchten sie sich einen geeigneten Lagerplatz um sich auszuruhen. Sie erzählten noch bis sie nach und nach einschliefen.

Am nächsten Morgen wurden sie von den Strahlen der Sonne geweckt, freuten sich, dass nichts passiert war und begaben sich mit Freude auf den Weg. Carom war wie umgewandelt, er lachte und fühlte sich wie neugeboren. Er freute sich vor allem deswegen, dass er mit Draggi einen gemeinsamen Weg ging und zwar diesen der Liebe und Freude.

©Elvira Herzog

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Draggi und die verzweifelte Wasserfee

Draggi saß mit seinen Freunden gemütlich in der Runde. Sie feierten ein Wiedersehen mit einem alten Freund namens Scharu, dem Edeldrachen. Dieser war lange unterwegs und seine Wiederkehr wurde dementsprechend gefeiert.

Es war so friedlich wie schon lange nicht mehr. „Also hört mal alle her“, begann Draggi seine Rede, „zur Feier des Tages müsste Igor, unser Überlebensdrache, noch dabei sein, was meint ihr dazu“, schaute er fragend in die Runde. Alle grölten, er solle ihn doch holen, das hieß, dass Draggi, seinen ganz besonderen Ruf über das Land hinausschickte und Igor, würde zu ihnen kommen. Kaum war sein Ruf verstummt, rief Igor „was gibt’s Draggi“ und alle lachten, über die Schnelligkeit von Igor.

„Igor, du fehltest noch in unserer Runde. Scharu war sehr lange weg, da er vieles zu tun hatte“ unterrichtete er ihn. „Scharu, wo warst du denn so lange, wieso sind wir uns nicht begegnet“, wollte Igor von ihm wissen und wurde durch ein ohrenbetäubendes Geräusch übertönt. Es kam vom naheliegenden Ufer.

Alle eilten so schnell sie konnten dorthin um zu sehen was geschehen ist. Am Ufer lag etwas wehrloses, was sich nicht zu bewegen schien. Dieses laute Geräusch stammte von einem komischen Ungeheuer welches im Wasser sich lauthals bemerkbar machte. Es tauchte auf und nieder.

„Was ist dass denn“, riefen alle kunterbunt durcheinander. Sie näherten sich dem Ufer und schauten sich dieses Etwas an. Es war eine Wasserfee. Alle bemühten sich um sie. Jeder wollte sie zum Leben erwecken. Sie lagen alle um sie herum und schauten sie verzweifelt an, als ob sie sagen wollten „wieso wacht sie denn nicht auf“. An ihren Armen waren einige Wunden die sie mit Blättern bedeckten. Bei „was machen wir denn nun mit ihr“ schlug sie ihre wunderschönen tiefblauen Augen auf und lächelte sie alle an.

„Wo bin ich“ fragte sie in die Runde schauend. „Es war ein Ungeheuer hinter mir her, ich konnte mich nur noch mit letzter Kraft ans Ufer schleppen, habt ihr es gesehen“, fragte sie mit leiser anmutiger Stimme.

Draggi schaute noch mal hinaus aufs Wasser, doch es war wieder ruhig geworden. „Es scheint sich verzogen zu haben. Es dachte bestimmt, gegen uns viele, hat es keine Chance“ und lachte dabei. „Wie heißt du“ fragte Draggi.

„Ich bin Molie. Ich war auf der Suche nach meinem Bräutigam, der mich über Nacht verlassen hatte“, während sie dies erzählte, rannen ihr die Tränen über ihr schön geformtes Gesicht. Alle bedauerten es und fragten, ob sie ihr dabei helfen könnten. Sie erhob sich graziös und fragte „wie wollt ihr dass denn machen?“

Molie uns fällt immer etwas ein. Erzähl uns etwas über deinen Bräutigam. Dann könnte ich unseren Wasserspezialisten, den Wassu, herbeirufen, er kann immer helfen“ munterte er sie auf. Ihre Augen fingen an zu leuchten „dann rufe ihn“ sagte sie und begann ihren Bräutigam, namens Kalbo, in allen Einzelheiten zu beschreiben. Sie endete gerade als „Draggi, was gibt es wichtiges für mich zu tun?“ jemand in die Runde platzte. Es war Wassu. „Hör zu Wassu, das ist Molie, ihr Bräutigam hat sie verlassen und du kannst ihr dabei behilflich sein, ihn zu finden. Das ist doch eine Spezialität von dir“ klärte ihn Draggi auf.

„Ach schön, endlich wieder etwas Aufregendes für mich. Ja Draggi, ich helfe gerne wo ich kann. Molie, wenn du soweit bist, können wir gleich los“ und klatschte dabei in seine großen Pranken. „Ja“, gab sie zurück und verabschiedete sich bei den anderen und bedankte sich für ihre besondere Hilfe. Sie begab sich mit Wassu ins Wasser und tauchte mit ihm unter und war aus dem Blickfeld der Zurückgebliebenen. Draggi, Scharu und die anderen machten sich auf den Weg zu ihrem Lagerplatz als sie durch dieses laute Geräusch gehindert wurden weiter zu gehen. Sie schauten aufs Wasser, dort sahen sie wieder dieses riesige Ungeheuer. Sie gingen wieder zum Ufer zurück.

„Wir müssen diesem Ungeheuer das Handwerk legen. Molie und Wassu sind dort draußen, alleine können sie ihn nicht überwältigen“, rief Draggi. Jeder wusste was das bedeutete. Sie pumpten sich für diesen speziellen Fall ihre Schwimmflossen auf mit einer bestimmten Flüssigkeit. Durch diese Flüssigkeit konnten sie dieses Ungeheuer unschädlich machen. Sie ließen sich ins Wasser gleiten und jeder wusste was er zu tun hatte.

Sie umringen es in gewissem Abstand um richtig zielen zu können. Wie auf ein Kommando rissen sie an einem kleinen Seil welches die Flüssigkeit ins Gesicht des Gegners traf. Sie wussten, dass mit diesem Mittel der Gegner unschädlich gemacht wird. Von weitem sahen sie Wassu, der kurz aufgetaucht war und mitbekam, dass seine Freunde ihm geholfen haben, und tauchte wieder unter, um Molies Bräutigam zu suchen.

Draggi und seine Freunde waren stolz und gingen wieder zurück. Sie unterhielten sich darüber, was das für ein merkwürdiges Ungeheuer war. So etwas hatten sie noch nie gesehen. Doch sie nahmen sich vor, in Zukunft besser auf das Wasser zu achten, denn irgendetwas stimmte nicht. Nachdem sie sich entschlossen hatten, dass abwechselnd Wache gehalten wird, lagen sich die anderen hin um sich zu erholen. Denn es war ein sehr aufregender Tag, darin waren sich alle einig. Die kommende Nacht war sehr ruhig und nichts geschah. Tags drauf, nachdem sie sich gestärkt hatten begaben sie sich wieder an den See um nachzusehen. Doch alles sah sehr friedlich aus.

Währenddessen war Wassu und Molie dran alles nach dem Bräutigam zu durchsuchen, doch keiner hat ihn gesehen. Wassu sagte zu Molie „lass uns noch mal dorthin, wo du ihn das letzte Mal gesehen hast, vielleicht hat sein Verschwinden einen anderen Grund. Was sie auch taten.
An der Stelle angekommen schaute sich Wassu sehr genau um und entdeckte etwas sehr merkwürdiges.

Er sagte zu Molie, „da scheint ein Kampf stattgefunden zu haben, ich gehe der Sache mal genauer nach. Bleib du bitte hier, ich komme wieder zurück. Mache dir keine Sorgen“ mit diesen Worten verschwand er. Molie hatte Vertrauen zu Wassu und ruhte sich aus. Sie war eingeschlafen und erwachte erst, als sie aufgeweckt wurde von Wassu. „Molie, ich habe herausgefunden, dass irgendein Monster alles unsicher macht. Könnte sein, dass Kalbo sein erstes Opfer ist.

Wir machen uns auf den Weg zu Draggi, auch er muss darüber Bescheid wissen. Wir machen dann einen Plan, wie wir am besten vorgehen um dieses Monster zu besiegen“. Molie nickte nur und setzte sich mit Wassu in Bewegung zu Draggi. Sie beeilten sich, denn die Zeit drängte. Als sie am Ufer ankamen, saßen die anderen bereits da und schauten Wassu und Molie fragend an. „Ich habe herausgefunden, dass sich in unserem See ein Monster herumtreibt. Es scheint, dass er mit Kalbo wohl einen Kampf hatte. Wir müssen jetzt nur noch herausfinden, was mit Kalbo ist“, endete er mit seinen Neuigkeiten.

Draggi schlug vor, noch die Hellseherin Sari zu holen, sie könnte ihnen sehr dabei helfen, was Draggi auch tat. Es dauerte nicht lange nach dem Ruf über die Lande und Sari stand vor ihnen. „Was gibt es Draggi, dass du meine Hilfe brauchst“ sprach sie ihn freundlich an. „Sari, Wassu hat herausgefunden, dass hier ein Monster sein Unwesen treibt. Er hat bereits den Bräutigam von Molie irgendetwas angetan, Was, das müssen wir noch herausfinden. Kalbo ist spurlos verschwunden. Kannst du bitte deine hellseherischen Fähigkeiten einsetzen?“ klärte er sie auf.

„Moment Draggi ich bereite mich vor“ gab sie zurück, während sie es sich bequem machte und ihre Arme eine weite Bewegung machten. Alle schauten ihr gespannt zu als sie tief in den See schaute und jäh in diesem Moment wieder dieses dröhnende Geräusch sich breit machte. „Das ist Kalbo, das Monster hat ihn in dieses Ungeheuer verwandelt und er braucht unsere Hilfe“, erklärte Sari.

Sie schaute wie magnetisiert auf Kalbo und schien ihn herzurufen mit ihren Worten. Molie schaute etwas verängstigt auf den verwandelten Kalbo, als dieser näher auf sie zukam. „Molie, Molie, bitte helft mir, sonst sterbe ich“, hörten sie ihn alle rufen. „Kalbo, bist du das wirklich?“ schrie sie ihm zu. „Ja, Molie, ich bin es, doch bitte helft mir, ich habe nicht mehr viel Zeit. Das Monster sagte was von zwei Tagen und die enden heute“ klärte er sie auf.

Sari hüllte sich in viel Rauch, sie spürte, dass die Zeit eng wurde und bat die anderen, sich ruhig zu verhalten, was diese auch taten. Es sah aus, als würde Sari diesen Rauch weit hinaus auf den See schicken mit ihren Worten. Sie trauten ihren Augen nicht. Der See war voller Rauch mit vielen bunten Farben. An einer ganz bestimmten Stelle schien der Rauch rotgelb zu sein. Schaute man genauer hin, konnte man eine Art Trichter entdecken, wo dieser Rauch ins Wasser hinein gedrückt wurde. Es entstand ein großer Wirbel der immer stärker wurde und sich ausbreitete. Einige bekamen es mit der Angst zu tun, doch sie hielten still.

„Verschwinde du Monster aus dem Körper von Kalbo. Wir alle lieben dich und tun dir nichts, solange du uns nichts tust“, schrie Sari auf den See. Es tobte das Wasser, wie noch nie, es verfärbte sich erst tiefrot und dann in ein strahlendes Gelb. Das Wasser beruhigte sich langsam. Alle schauten wie gefesselt auf Sari die ebenfalls mit einem gelbroten Schein umgeben war. So etwas hatten sie noch nie gesehen. Sie schien etwas Bestimmtes von sich wegschieben zu wollen und schrie „Lass mich in Ruhe, du hattest deinen Spaß, jetzt verschwinde, sonst vernichte ich dich“.

Es war auf einmal totenstille bis sie durch einen Schrei unterbrochen wurde. „Molie, Molie, endlich“, kam es lauthals aus Kalbos Mund. Am Ufer lag Kalbo, „ich danke euch allen, dass ihr mich gerettet habt vor diesem Monster“. Molie lag nehmen Kalbo und streichelte und tröstete ihn ganz liebevoll. Sie schaute zu Sari „Sari, ich danke dir von ganzem Herzen, dass du mir Kalbo wieder zurückgegeben hast. Er ist das Liebste was ich habe“ und küsste Kalbo.

„Draggi, ich danke euch. Hättet ihr mich nicht gefunden, wäre Kalbo wohl nicht mehr am Leben. Das werde ich nie vergessen“.

„Draggi,“ sagte Kalbo feierlich in die Runde, „darf  ich euch alle zu unserer Hochzeit einladen?“

„Sehr gerne“, kam es lachend zurück. „Diese Feste sind uns am liebsten“ klatsche dabei fest in seine Prankenhände und die anderen stimmten mit ein.

copyrith Elvira Herzog

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Draggi und der ganz besondere Sonnenstrahl

Draggi und der ganz besondere Sonnenstrahl:

Draggi konnte es nicht fassen, er war schon seit einiger Zeit unterwegs um mal wieder einen alten Freund besuchen, er hat ja sehr viele Freunde,und die freuen sich natürlich immer, wenn er mal bei ihnen vorbeischaut. Das nur so am Rande, damit ihr wisst, wie bekannt der liebe Draggi ist, so könnt ihr euch ein besseres Bild über ihn machen.
Der Draggi ist ja schon unsterblich kann man sagen. Er ist schon so viele
tausend Jahre alt, dass selbst er es nicht mehr genau weiß, wie alt er wirklich ist,
Kann man ja auch irgendwie nachvollziehen, oder nicht?
Ok, nun zur Geschichte.
Nun, er war unterwegs und würde doch zusehends müde, so dass er eine Rast einlegen musste, obwohl er es gar nicht mehr wollte. Doch er war einfach zu müde. Na gut sagte er zu sich, mache ich halt eine Pause, ob ich nun ein paar Stunden später bei Karoro bin oder früher, ist jetzt auch nicht mehr so schlimm.
Er machte sich lang und war doch sehr schnell eingeschlafen.
Er träumte von seinem Freund Kororo, wie sie sich kennenlernten und was
war etwas ganz besonderes:
Genauso wie heute, war Draggi unterwegs zu einem Freund, machte unterwegs
eine Pause bis er auf einmal durch ein sehr starkes Stechen auf seinem Gesicht
aufgeweckt wurde. Draggi versuchte mit Bewegungen dieses Stechen wegzumachen,
doch es ging einfach nicht, es stach immer mehr, bis er seine großen Augen
öffnete und genau in das Gesicht seines jetzigen Freundes Kororo schaute.
Draggi fragte, „was soll das denn, mir so weh zu tun, warum tust du das?“
Kororo lachte voller Insbrunst, „nun Draggi, da ich dich schon mal sehe,
muss ich doch die Chance nutzen. Ich suche dich schon so lange und jetzt
habe ich dich gefunden, du bist für mich heute ein ganz besonderer Sonnenstrahl, denn  ich brauche deine Hilfe Draggi.“

Draggi war verdutzt, schüttelte sich und fragte, „wofür brauchst du meine Hilfe?“
Kororo sagte ganz schnell, bevor er es vergaß was er sagen wollte, „ich
kenne eine zauberhafte Frau Namens Laurentia ch möchte sie so gerne heiraten,
doch sie hat mir auferlegt, das tut sie erst, wenn ich dich ihr vorstelle,
bitte Draggi, mein ganzes Glück hängt nun von dir ab.“
„Das verstehe ich jedoch nicht, weshalb will mich Laurentia kennenlernen“ gab Draggi fragend zurück. Daraufhin meinte Kororo, „das hat sie mir nicht verraten.“

Draggi verstand es zwar nicht, doch er ließ sich erweichen, er wollte ja nicht
schuld daran sein, wenn die Laurentia Kororo nicht heiraten würde,
nur wenn Draggi nicht mitkommt.
Nach einem halben Tag waren sie bei Laurentia.
„Guten Tag Laurentia, was gibt es, dass du Kororo erst heiratest, wenn ich hier war?“ fragte der sie.
„Draggi, das ist ein Wunder, dass ich dich persönlich kennen lerne. Dafür danke ich dir. Doch weshalb ich diesen Wunsch äußerte ist, dass mein Vater mir Dir Frieden
schließen will, erst dann kann er seine ewige Ruhe finden.“
„Und wer ist Dein Vater, Laurentia?“ fragte sie Draggi.
„Das ist Laurentius, den hattest du vor sehr sehr lange Zeit verstoßen, da
er sich schlecht gegenüber den anderen verhalten hat. Er sieht alles ein und möchte, dass du ihm das verzeihst, denn er möchte endlich seinen Seelenfrieden finden.“
Draggi lässt sich zu Laurentius führen.
Jetzt erkannte er ihn und ihm fiel alles ein, weshalb er ihn verstoßen hatte.
Laurentius sagte mit geschwächter Stimme, „es tut mir alles wirklich sehr leid was ich euch allen damals angetan habe, kannst du mir bitte verzeihen? Ich möchte meinen Seelenfrieden finden Draggi?“
Draggi schaute ihn freundlich an und nickte, er hatte einen Klos im Hals.
Er drückte ihn freundschaftlich und umarmte ihn, gleichzeitig ging Laurentius
in das Reich der Liebe über.

So, auch das hat Draggi mal wieder wundervoll gemeistert und was noch dazu kam, er musste Trauzeuge sein, bei der Hochzeit von Kororo und Laurentia.

Copyrith Elvira Herzog

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